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Sofie Renz sitzt mit Babybauch auf der Chemostation, Tanja Kewans Tochter muss in die Pflegefamilie

  • Autorenbild: Lisa Aeschlimann
    Lisa Aeschlimann
  • 18. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit

Brustkrebs bei Frauen unter 40 nimmt zu. Wie ist es, sich um ein Kind und das eigene Leben gleichzeitig zu kümmern? Zwei betroffene Mütter erzählen.



Sofie Renz’ Leben scheint im Dezember 2016 perfekt: Sie freut sich auf die ersten Weihnachten mit ihrem einjährigen Sohn. Und sie ist schwanger mit ihrem zweiten Kind. Doch dann schwillt ihre rechte Brust an und rötet sich. Die Frauenärztin denkt zuerst an einen Milchstau und verschreibt Antibiotika. Die Beschwerden bleiben. Im Spital werden Gewebeproben entnommen. Es sehe nicht gut aus, sagen die Ärzte.


Bis zur Diagnose muss sie drei Tage warten – weil Wochenende ist. Das Schlimmste für Renz ist, die Ungewissheit aushalten zu müssen. Am Montag erfährt sie: Sie hat ein inflammatorisches Mammakarzinom – eine seltene, aggressive Form von Brustkrebs. Die Diagnose ist für Renz die Bestätigung dessen, was sie bereits spürte. Sofie Renz ist damals 34 Jahre alt.


In der Schweiz erhalten jährlich 6200 Frauen die Diagnose Brustkrebs. Nur 5 bis 7 Prozent der Betroffenen sind unter 40 Jahre alt. Doch die Neuerkrankungen bei jungen Frauen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Gleichzeitig werden Frauen immer später Mütter. Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Krebsdiagnose und Kinderwunsch zusammenfallen.


Sofie Renz’ Diagnose wirft Fragen auf, die über die Krankheit hinausgehen. Was bedeutet eine Chemotherapie für das ungeborene Kind? Was ist, wenn ich mein Kind vielleicht gar nicht aufwachsen sehe? Und wie sehr berücksichtigen Ärztinnen und Ärzte solche Lebensfragen überhaupt?


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